Bericht vom Yes - Projekt
BÜRGERVEREIN: Auszeichnung für Beteiligung an Filmprojekt
Bürgermeister Wolfram Jäger übergibt „jes-Zertifikate“ an engagierte Jugendlichedis. Elf Schülerinnen und Schüler sind gestern Nachmittag von Bürgermeister Wolfram Jäger mit einem „jes-Zertifikat“ ausgezeichnet worden. Mit diesem Zertifikat wird das ehrenamtliche Engagement von Kindern und Jugendlichen in den Blickpunkt gerückt. Die Abkürzung „jes“ steht für „Jugend engagiert sich“. Die Urkunde erhielten Jugendliche – acht von ihnen waren persönlich anwesend –, die sich über mehrere Monate bei der Entstehung des Dokumentarfilms „Alles Ehrensache. Null Bock ist out“ eingebracht haben. Ziel des Projekts war es, im Rahmen der Dokumentation Jugendliche ohne Engagement und engagierte junge Menschen zusammenzubringen.
So sollten neue soziale Kontakte geknüpft werden. Aber nicht nur das: Den bisher nicht Engagierten sollte aufgezeigt werden, welche Möglichkeiten in der Kinder- und Jugendarbeit, im Zusammensein mit Senioren, im Sport oder im Kulturbereich existieren, um sich einzubringen.
Keine ganz einfache Aufgabe, wie die Beteiligten meinten, nachdem sie das Zertifikat erhalten hatten. „Trotzdem hat es viel Spaß gemacht“, berichtet Helene Daubenspeck, 15 Jahre alt und Schülerin an der Draisschule. Dort hat sie auch um Beteiligung am Film geworben. Aber: „Man musste die Leute schon echt auffordern“, sagt sie. Im Umfeld der Feuerwehr war Christopher Mainhardt aktiv. Der zwölfjährige Gutenbergschüler kümmerte sich darum, dass auch die Jugendabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Mühlburg als positives Beispiel für Engagement im Film vorkam. Oder aber Vanessa Myslinski: Die 14 Jahre alte Schülerin hat für den Internet-Auftritt des Stadtteils Mühlburg eigene Jugendseiten entworfen. Das wurde ebenfalls im Film vorgestellt.
Die öffentliche Anerkennung durch einen Bürgermeister der Stadt findet Vanessa „sehr wichtig“. So etwas könne man ja schließlich auch in die Bewerbung für einen Ausbildungsplatz hineinschreiben, betont sie. Selbstbewusst und nicht ganz ohne Stolz meint sie: „Ich habe etwas geleistet und jetzt werde ich dafür ausgezeichnet.“
Massimo Ferrini und seine Frau Beate begleiteten die Jugendlichen in diesem Projekt als Bürgermentoren. Der Vorsitzende des Mühlburger Bürgervereins forderte bei der Verleihung der Zertifikate die Erwachsenen dazu auf, die Augen aufzumachen und nach rechts und links zu schauen: „Es gibt viel mehr Jugendliche mit dieser positiven Einstellung als solche, die null Bock haben“, sagte er.
Bürgermeister Wolfram Jäger lobte das Engagement der Gruppe für den Film, der am 9. Oktober des vergangenen Jahres in der Schauburg gezeigt worden war. Ehrenamtliches Engagement stärke das Selbstbewusstsein und mache Spaß, so Jäger. Für ganz besonders wichtig halte er, dass das Engagement auch ein wertvolles Lernfeld sein könne – vielleicht im Hinblick auf den späteren Beruf.
Quelle: Badische Neueste Nachrichten
Bericht sieht ihr eins oben dran.


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